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Guttmann – Reifeprüfung eines Talents

Fast hätte ihn eine Knie-Verletzung die Teilnahme an der EuroVolley gekostet. Österreichs 20-jähriger Außenangreifer Marcus Guttmann hat sich aber rechtzeitig zurückgekämpft und will bei der EuroVolley zeigen, warum er lange als das größte Talent im heimischen Volleyball galt.

GuttmannIn der Schule war er immer schon der Größte, überragte den Rest um ein, zwei Köpfe. Also spielte Guttmann Basketball. Bis ihm ein engagierter Lehrer mit sanftem „Druck“ den richtigen Weg wies. „Wenn du nicht zum Volleyball kommst, dann kriegst du in Turnen einen ,Fleck’“, so die überlieferten Worte, denen der Schüler prompt folgte. So wie der Erfolg.

Nach einem halben Jahr war er bei den hotVolleys gelandet, schon in der Unterstufe wurde sechs Mal in der Woche trainiert. Guttmanns unbändiger Ehrgeiz war geweckt, der Wechsel ins Sportgymnasium Maroltingergasse die logische Konsequenz. Noch einmal wurde das Trainingspensum erhöht, in puncto Körpergröße war das freilich fast nicht mehr möglich: Schon mit 15 hatte er die Zwei-Meter-Grenze erreicht, heute misst Guttmann 2,04 m.

„Darko Antunovic war damals mein großes Idol, ich habe davon geträumt, seine Nummer 10 einmal zu übernehmen“, erinnert sich Guttmann. Dazu kam es zwar nicht, doch in seiner letzten Saison bei den hotVolleys 2007/08, in der er in der Kampfmannschaft debütierte, spielte er mit dem Kroaten Seite an Seite in einem Team.

Trotz seiner Fähigkeiten hatte es Guttmann nicht immer einfach. Früh schon erwarb er sich den Ruf eines großen Talents, und nicht von allen Seiten schlug ihm gerade deswegen pure Freundlichkeit entgegen. „Es war nicht leicht, aus der Talentschiene rauszukommen“, sagt Guttmann heute.

Als hilfreich erwies sich dabei im Sommer 2008 der Wechsel nach Amstetten. Freilich bekam der damals 17-Jährige auch bei seinem neuen Verein zu Beginn nicht viele Spielanteile, erst die Verletzung eines Konkurrenten eröffnete Chancen – die Guttmann zu nützen wusste. Inzwischen ist er bei den Mostviertlern nicht mehr wegzudenken. „Der Wechsel hat sich ausgezahlt. Vor allem der Cupsieg 2011 war super“, sagt Guttmann, der in der kommenden Saison mit den Niederösterreichern auch im Europacup aufschlägt.

Auch im Nationalteam konnte der Jungspund Fuß fassen, ehe eine Knieverletzung fast das Aus aller EM-Träume bedeutet hätte. Drei Ärzte rieten zu einer Operation, die alle Hoffnungen zerstört hätte. „Ich war total fertig, habe mit der EM abgeschlossen gehabt“, erinnert sich Guttmann, der schließlich das Glück hatte, über Teamchef Michael Warm einen Arzt zu finden, der dem Problem mit einer konservativen Therapie zu Leibe rückte. Und damit Erfolg hatte. Gerade rechtzeitig – gut zwei Monate vor der EM – konnte er wieder beim Team einsteigen. „Ich bin stärker als zuvor“, ist Guttmann überzeugt. „Ich genieße jedes Training, fühle mich stabiler und bin voll fokussiert.“

Ein Jahr noch spielt der Film- und Musik- (Rockabilly) Fan in Amstetten, mittelfristig hat sich auch er das Ziel gesetzt, ins Ausland zu wechseln. Mit Rot-Weiß-Rot jedenfalls will er nicht nur bei der EM aufzeigen, sondern auch danach für Erfolge sorgen. „Als ich mit dem Leistungssport begonnen habe, hat meine Mutter gesagt, dass sie sich sicher kein einziges Spiel von mir anschauen wird“, sagt Guttmann. „Und heute ist sie mein größter Fan.“ Ähnlich soll es auch all jenen ergehen, die der ÖVV-Truppe in Zukunft nur wenig zutrauen. „Nach der EM ist das Ganze nicht vorbei. In dieser Truppe zu spielen, ist phänomenal. Was immer auch passiert, man darf sich von uns noch mehr erwarten!“

Schnelldiagnose - Acht Fragen, acht Antworten:
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