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Philip Schneider: Der Spätzünder als Vorzeige-Legionär

Als einziger aktueller Legionär des Nationalteams ist der Vorarlberger Philip Schneider ein Vorzeige-Volleyballer. Der 29-Jährige in Diensten von Montpellier hat sich trotz seines Spätstarts in einer der besten Ligen Europas etabliert und will seine gesamte Erfahrung für die ÖVV-Auswahl bei der EuroVolley in die Waagschale werfen.

scheniderSoll noch einer sagen, Jugendliche hätten Besseres zu tun, als ihre Zeit in Einkaufszentren zu verbringen. Denn just dort begann vor 14 Jahren die Karriere von Philip Schneider. Genau 200 Zentimeter Körpergröße ließen den damaligen Feldkirch-Trainer Ludwig Horvath hellhörig werden, man kam ins Gespräch und vereinbarte ein Training. Mit 15 war Schneider ein absoluter Spätstarter – und zündete den Turbo.

"Ich habe davor ein bisschen Tennis und Fußball gespielt und nicht gedacht, dass ich so gut werden kann", erinnert sich Schneider. Ein kolossaler Irrtum. Erst wurde Salzburg auf ihn aufmerksam, 2003 folgte Tirol. Ein Schritt in eine neue Welt. „Mein erster Profivertrag“, sagt Schneider. „Ich habe viel, viel gelernt. Es hat mir getaugt.“ Auch wenn Coach Emanuele Zanini seinen Spielern damals sogar am Buffet über die Schulter schaute, um Ernährungssünder schon in flagranti zu ertappen. „Da hast du kapiert, um was es geht.“

Die rasante Entwicklung des Talents, das bereits 2001 sein Debüt im ÖVV-Team gegeben hatte, hielt an. Folgerichtige Konsequenz war 2005 der Schritt ins Ausland. „Ich habe damals eigentlich keine andere Wahl gehabt“, sagt Schneider. Die Innsbrucker wollten den Vertrag zu den geforderten Konditionen nicht verlängern, also packte der damals 24-Jährige seine Sachen – und kam doch noch einmal ins Grübeln. Denn an der italienisch-französischen Grenze meldete sich plötzlich Ex-Coach Zanini mit einem Angebot aus der italienischen Serie A. Doch der Legionär in spe blieb standhaft. „Ich hatte Avignon schon mein Wort gegeben. Und das zählt“, betont Schneider, der als „g’rader Michl“ gilt.

Ein in jeder Hinsicht entscheidender Schritt. Denn in Frankreich hat der passionierte Angler sein Glück gefunden. Abgesehen von der Saison 2008/09, die er bei den hotVolleys verbrachte, spielt er seitdem in der angesehenen französischen Liga, erst bei Avignon, dann bei Cannes (Cupsieger), seit 2009 für Montpellier. „Die Meisterschaft ist irrsinnig ausgeglichen, eine ständige Herausforderung“, sagt Schneider, der mit seinem Team derzeit um Platz drei und damit eine gute Ausgangslage im Play-off kämpft.

Die Umsetzung dieser jahrelangen Erfahrung im ÖVV-Team ist für Schneider aber nicht immer ganz einfach. Denn während er in Montpellier als Mittelblocker und Diagonalspieler („Da fühle ich mich am wohlsten“) fungiert, ist er im Team als Außenangreifer gefragt. „Es ist etwas komplett anderes, aber ich bin einfach da und versuche zu helfen.“ Teamchef Michael Warm hält jedenfalls große Stücke auf ihn: „Er ist ein ruhiger Spieler, sicher kein Glamour-Typ, aber ein sehr harter Arbeiter.“

Sein Vertrag bei Montpellier läuft noch bis 2012, was dann passiert, steht in den Sternen. Eines ist aber sicher. Selbst nach dem Karriereende könnte Schneider in Frankreich bleiben. Seine Ehefrau ist Französin, Sohn Nathan drei, ein Geschwisterchen unterwegs. „Das Leben in Frankreich ist ein Wahnsinn“, meint der gelernte Bankkaufmann, der aber nicht mehr in sein altes Metier zurückkehren will: „Die Finanzwelt ist mir nicht unbedingt sympathisch.“

Schnelldiagnose - acht Fragen, acht Antworten:
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