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Sanfter Blick und harter Schlag

Urnaut-artIn Tine Urnaut besitzt Sloweniens Nationalteam eine echte Waffe. Einen brandgefährlichen Außenangreifer, der trotz seiner Jugend schon zu Europas Spitzenklasse zählt. Bei der EuroVolley 2011 wird der 22-Jährige auch Gastgeber Österreich auf Trab halten.

Auf 3,60 Meter wird die Luft schon dünn. Weniger für Tine Urnaut, der sich in diesen lichten Höhen erst richtig wohlfühlt, denn für seine Gegner am Block. Der Außenangreifer mit den rötlich-braunen Locken gilt gemeinsam mit Mitja Gasparini als Aushängeschild der slowenischen Nationalmannschaft und könnte diesen Status noch einige Jahre beibehalten. Denn Urnaut, geboren nur unweit der Grenze zu Österreich in Slovenj Gradec, ist 22, sein Stern erst aufgegangen.

Schon früh wurde der Riese mit sanftem Blick und hartem Schlag als große Hoffnung des slowenischen Volleyball gehandelt. Im zarten Alter von 20 durfte er bereits die Kapitänsschleife überstreifen, keinem anderen in der Auswahl ist das so früh gelungen. „Ich hatte nie ein Vorbild außer meinen Vater, der mir das Spiel beigebracht hat“, meinte Urnaut, der auch für seine Services gefürchtet ist.

Der Erfolg blieb dem 2,01-Meter-Mann auf seinen verschiedenen Stationen bisher fast immer treu. Mit Bled holte er bis 2008 je zwei Meistertitel und Pokalerfolge sowie den Sieg im Top-Teams-Cup, war mit den Slowenen in der MEVZA auch Gegner von Hypo Tirol, Aich/Dob und den hotVolleys. 2009 eroberte er mit dem griechischen Topklub Olympiakos Piräus Meisterschaft und Cup (2008-09), ehe er den Sprung in die italienische Liga wagte. Lediglich mit der Meistermannschaft von Copra Piacenza kam er in der Vorsaison über den siebenten Rang nicht hinaus.

Derzeit jagt Urnaut mit seinem neuen Verein Kedzierzyn-Kozle seinen zweiten internationalen Titel. Im CEV-Cup stellt sich am 9. bzw. 12. März im Finale nur noch Sisley Treviso dem aktuellen Dritten der polnischen Meisterschaft in den Weg.

Dass er auch den Sand nicht verachtet, bewies Urnaut 2005. Damals wurde er an der Seite von Nejc Zemljak U19-Beachvolleyball-Weltmeister. Und alte Liebe rostet nicht. „Wenn immer ich im Sommer Zeit habe, versuche ich, an einem Turnier teilzunehmen“, sagt Urnaut. Eines ist jedenfalls klar: „Ein Leben ohne Volleyball kann ich mir nicht vorstellen.“

Die Familie Urnaut hat im übrigen auch einen direkten Bezug zu Österreichs Nationalteam: Tines älterer Bruder Andrej, selbst 270-facher Teamspieler Jugoslawiens und Sloweniens, war im Sommer 2009 Nachfolger von Michael Warm als Trainer des deutschen Spitzenklubs SSC Berlin, ist inzwischen aber wieder in seine Heimat zu Anhovo zurückgekehrt.